Online Omaha Hi/Lo Poker

Online Omaha Hi/Lo ist eine Variante von Omaha, bei der der Pot zwischen dem Spieler mit der höchsten Hand ("High Hand") und dem Spieler mit der niedrigsten Hand ("Low Hand") aufgeteilt wird, wenn die höchste Karte der Low Hand nicht höher ist als 8. (Die 8 bezeichnet man beim Poker auch als "Qualifier".) Wird diese Anforderung nicht erfüllt, geht der gesamte Pot an den Spieler mit der besten High Hand. Zudem kann dieselbe Hand sowohl die obere als auch die untere Hälfte des Pots gewinnen. Den Pot auf diese Weise zu gewinnen bezeichnet man als "Scoop". Mehr über die Bestimmung von Low Hands und die einzelnen Wertigkeiten erfahren Sie unter Rangfolge der Pokerhände.

Dieses Spiel wird auch Omaha 8-or-better, Omaha Split oder Omaha/8 genannt. In der Lobby finden Sie es im Tab "Omaha Hi/Lo".

Wie bei den meisten Formen von Poker wird auch bei Omaha Hi/Lo ein normales 52-Kartendeck verwendet, das vor jeder Hand gemischt wird. Omaha Hi/Lo wird online üblicherweise 9- oder 10-handed gespielt.

Nachfolgend erhalten Sie eine ausführliche Beschreibung von Online Omaha Hi/Lo.

Blinds

Bei Omaha Hi/Lo beginnt jede Hand mit zwei Blinds. Blinds sind Einsätze, die vor dem Austeilen der Karten von zwei Spielern getätigt werden müssen, und dafür sorgen sollen, die Spielaktivität am Tisch anzukurbeln. Wenn kein Geld im Pot wäre, hätte der erste Spieler, der eine Entscheidung treffen muss, keinen Anreiz zum Setzen. Die Position des Dealers ist durch eine weiße Scheibe gekennzeichnet. Diese Position wird auch als "Dealer Button" oder einfach nur als "Button" bezeichnet. Es ist die Position, von der aus ein echter Dealer am Tisch die Karten austeilen würde. Bevor Karten ausgeteilt werden, muss der Spieler, der links vom Button sitzt, (üblicherweise) Chips in Höhe des halben Mindesteinsatzes für das Spiel bezahlen (auch als "Small Blind" bezeichnet). Der Spieler links vom Small Blind setzt dann den Mindesteinsatz des Spiels, "Big Blind" genannt.

Platz nehmen

Wenn Sie an einem Tisch Platz nehmen, müssen Sie warten, bis Sie in der Position des Big Blinds sind. Da der Button nach jeder gespielten Hand einen Platz nach links rückt (im Uhrzeigersinn) kommen Sie schließlich automatisch in die Position des Big Blinds. Wahlweise können Sie den Blind bezahlen (also einen Einsatz in Höhe des Big Blinds setzen), um bei der nächsten Hand, bei der Sie nicht im Small Blind oder in der Position des Dealers sitzen, mitspielen zu können.

Jeder Spieler muss einmal pro Runde einen Small Blind und einen Big Blind in den Pot einzahlen. Wenn Sie die Blinds in einer Runde verpassen, müssen Sie entweder warten, bis Sie wieder in der Position des Big Blinds sind, oder einen Einsatz in Höhe des Big Blinds tätigen.

Erste Runde

Nach dem Setzen der Blinds teilt der Dealer jedem Spieler nacheinander vier verdeckte Karten aus, wobei er beim Small Blind beginnt. Diese vier Startkarten nennt man auch "Hole Cards". Auch wenn Ihre Hole Cards auf Ihrem Bildschirm offen angezeigt werden, können nur Sie sie sehen. Gleichermaßen erscheint auf Ihrem Bildschirm nur die Rückseite der Startkarten Ihrer Mitspieler. Die Darstellung ist also für jeden Spieler gleich - jeder sieht nur die eigenen Hole Cards.

Jeder Spieler erhält zu Beginn einer Hand vier statt zwei verdeckte Karten. Danach legt der Dealer fünf Karten aufgedeckt in die Mitte des Tisches. Diese Gemeinschaftskarten sind Teil der Pokerhand jedes Spielers, sodass jedem Spieler insgesamt neun Karten zur Verfügung stehen. Bei Omaha High-Low kann jeder Spieler potenziell zwei Fünf-Karten-Hände bilden, eine High Hand und eine Low Hand. Jede Hand muss den Omaha-Regeln entsprechend aus genau zwei (nicht mehr, nicht weniger, aber zwei beliebigen) Hole Cards und genau drei (nicht mehr, nicht weniger, aber drei beliebigen) der fünf Community Cards (Gemeinschaftskarten) gebildet werden. Für die Low Hand kann eine andere zwei-plus-drei-Kartenkombination verwendet werden als bei der High Hand. Daher gibt es bei Omaha Hi/Lo auch mehr mögliche Gewinnkombinationen als bei Omaha High. Aus diesem Grund sind an Omaha Hi/Lo-Händen oft mehr Spieler beteiligt und die Pots sind entsprechend größer.

Selbst wenn Sie noch keine Erfahrung mit Omaha Hi/Lo haben, brauchen Sie sich keine Gedanken darüber zu machen, welche die besten Karten sind. Die Software wählt automatisch die besten fünf Karten für Sie aus, sobald die Hände verglichen werden. Wenn Sie sowohl eine High Hand als auch eine Low Hand bilden können, was oft der Fall ist, dann wählt die Software automatisch die fünf besten Karten für Ihre High Hand die fünf besten Karten für Ihre Low Hand aus.

Wie bei jeder Form von Poker geht es bei Omaha Hi/Lo ums Setzen. Bei Omaha Hi/Lo gibt es vier Setzrunden. Die Höhe der Einsätze hängt von der Spielstruktur ab, wobei es bei Omaha High-Low drei Varianten gibt:

  • Limit-Spiel - bei Limit Omaha High-Low ist der Einsatz für jede Setzrunde festgelegt. Eine Beispiel: In einem $5/$10 Spiel beträgt der Small Blind $2,50, der Big Blind $5, und in den ersten zwei Setzrunden erfolgen alle Einsätze in $5-Schritten. In den letzten zwei Setzrunden erfolgen die Einsätze in $10-Schritten. Es gibt maximal drei weitere Erhöhungen pro Setzrunde.
  • Pot Limit-Spiel - bei Pot Limit kann ein Spieler jeden Betrag vom Minimum bis zur Höhe des Pots setzen. In einem $5/$10 Pot Limit-Spiel beträgt der Small Blind $5 und der Big Blind $10. Der erste Spieler kann den Big Blind mitgehen (in diesem Fall $10) oder auf jeden Betrag bis zur Gesamthöhe des Pots erhöhen. Eine Erhöhung muss entweder dem vorherigen Einsatz oder der vorherigen Erhöhung entsprechen oder diese übersteigen. In diesem Fall würde ein Raise in Pothöhe $25 ($5 Small Blind + $10 Big Blind + $10 Call) betragen, sodass Spieler Nummer drei insgesamt bis zu $35 setzen kann. Angenommen, Spieler Nummer drei macht ein Raise in Pothöhe, dann beträgt der gesamte Pot jetzt $50. Wenn der nächste Spieler an der Hand teilnehmen möchte, muss er $35 mitgehen, was dem Einsatz von Spieler Nummer drei entspricht. Wenn er um das Maximum erhöhen möchte, würde er $120 setzen, was der Höhe des Pots ($50) plus einem Raise von $70 ($35 Call + $35 Raise) entspricht.
  • No Limit-Spiel - bei No Limit Omaha Hi/Lo kann ein Spieler jeden Betrag vom Mindesteinsatz bis zur maximalen Zahl an Chips, die er vor sich hat, setzen. Wie bei Pot Limit gibt es in einem $5/$10 No Limit-Spiel Blinds in Höhe von $5 bzw. $10.

Das Setzen in der ersten Runde beginnt immer beim Spieler links vom Big Blind. Diese Position wird auch als "Under the Gun" bezeichnet. Als erster Spieler haben Sie drei Optionen. Sie können Folgendes tun:

Spielregeln für Omaha Hi/Lo

  • Fold (ablegen)
  • Mit dem Minimum callen (limpen)
  • Mit einem Raise eröffnen

Sie wählen Ihre Aktion aus, indem Sie auf die entsprechende Schaltfläche klicken. Wenn Sie an der Reihe sind und folden, werden Ihre Karten aus dem Spiel entfernt und erscheinen nicht mehr auf dem Bildschirm. Sie müssen bis zur nächsten Hand warten und spielen nicht mehr um den aktuellen Pot. Wenn Sie ablegen, dann hat der nächste Spieler die gleichen Handlungsmöglichkeiten. Wenn alle, einschließlich des Small Blinds, ablegen, geht der Pot an den Big Blind und die nächste Hand wird ausgeteilt.

Wenn Sie oder ein anderer Spieler den Pot eröffnen, hat jeder nachfolgende Spieler drei Möglichkeiten:

  • Fold (ablegen)
  • Call (mitgehen) - einen Betrag in Höhe der vorangegangen Bet setzen
  • Raise - den vorangegangen Einsatz erhöhen

Jedem Spieler stehen dieselben drei Möglichkeiten zur Auswahl. Wenn es eine Erhöhung gab, muss jeder Spieler, der weiterspielen möchte, entweder den gesamten bisherigen Einsatz mitgehen oder selbst erhöhen. In jeder einzelnen Setzrunde darf es maximal einen Einsatz plus drei Erhöhungen geben. Wenn die Blinds mit dem Setzen an der Reihe sind, haben sie die gleichen Möglichkeiten. Da sie bereits Chips in den Pot gesetzt haben, zählen diese Chips zu ihrem Einsatz. Beispiel: Wenn Sie in einem $2/$4 Limit-Spiel mit $2 eröffnet haben und zwei Spieler haben erhöht, beträgt der gesamte Einsatz $6. Wenn der Small Blind an der Reihe ist, könnte dieser Spieler folden. Er könnte auch mitgehen, indem er $5 in den Pot gibt. (Er hat bereits $1 gesetzt.) Oder er könnte erhöhen, indem er $7 in den Pot setzt. Damit wäre das Einsatzmaximum, auch "Cap" genannt, für diese Runde erreicht. (Pot Limit- und No Limit-Spiele haben kein Cap hinsichtlich der Anzahl der Einsätze, die getätigt werden können.)

Der Big Blind, der bereits $2 in den Pot investiert hat, zahlt $2 weniger als die anderen Spieler, um an der Hand teilzunehmen. Wenn es keine Erhöhungen gegeben hat, bevor der Big Blind an der Reihe ist, stehen ihm verschiedene Optionen zur Verfügung. Er kann erhöhen. In diesem Fall hat daraufhin jeder aktive Spieler die Möglichkeit, das Raise zu callen, zu reraisen oder zu folden. Der Big Blind hat auch die Möglichkeit, nicht zu raisen, sodass die Setzrunde abgeschlossen ist. Man nennt den Big Blind in dieser Situation in Pokerkreisen auch "Live Blind".

Ihre Karten bewerten

Denken Sie beim Bewerten Ihrer Karten immer daran, dass es sich hier um ein High-Low Split-Spiel handelt und niedrige Karten ebenso gut sein können wie hohe. Ihr Ziel ist es, die beste High Hand oder Low Hand zu bilden - oder idealerweise eine Hand, mit der Sie sowohl den High Pot als auch den Low Pot gewinnen können (den Pot "scoopen"). Denken Sie allerdings an den Qualifier. Um eine Low Hand zu bilden, muss Ihre Starthand mindestens zwei Karten mit dem Wert 8 oder niedriger enthalten. Verglichen mit 7 Card Stud Hi/Lo kommt es bei Omaha Hi/Lo etwas seltener vor, dass ein Pot beim Showdown zwischen einer High und einer Low Hand geteilt wird. Bei 7 Card Stud Hi/Lo ist die Wahrscheinlichkeit einer Low Hand oft ziemlich hoch, da ein Spieler fünf beliebige Karten seiner sieben Karten wählen kann. Ein Omaha Hi/Lo-Pot hingegen kann nur einen Low Pot haben, wenn mindestens drei der Gemeinschaftskarten 8 oder niedriger sind - und sogar dann kommt es vor, dass kein Spieler eine Low Hand bilden kann.

Der Flop

Sobald das Setzen für die erste Runde abgeschlossen ist, also jeder die Gelegenheit hatte, die Karten abzulegen oder den gesamten Einsatz zu bezahlen, teilt der Dealer drei offene Karten in der Mitte des Tisches aus. Diese ersten drei der Gemeinschaftskarten nennt man den "Flop".

Nun findet eine zweite Setzrunde statt. In dieser Runde beginnt der erste aktive Spieler (also ein Spieler, der noch Karten hat) links vom Button mit dem Setzen. Wenn der Small Blind in der ersten Runde mitgegangen ist, wäre er als erster an der Reihe, obwohl er in der ersten Setzrunde als Vorletzter gehandelt hat. Nur in der ersten Runde (manchmal auch Preflop-Runde genannt) beginnt das Setzen an anderer Stelle. In allen Runden nach der ersten hat der erste Spieler zwei Optionen:

  • Check - keinen Einsatz machen
  • Bet (setzen) - einen Einsatz in der für diese Runde passenden Höhe machen

Wenn niemand setzt, stehen jedem Spieler dieselben Möglichkeiten zur Auswahl. Es ist in jeder Runde, außer der ersten, möglich, dass nicht gesetzt wird. Wenn in einer Runde kein Einsatz getätigt wird, wird nur gecheckt.

Wenn jemand setzt, hat jeder nachfolgende Spieler drei Möglichkeiten:

  • Fold (ablegen)
  • Call (mitgehen) - einen Betrag in Höhe der vorangegangen Bet setzen
  • Raise - den vorangegangen Einsatz erhöhen

Ein Spieler, der checkt, behält seine Karten. Wenn jemand setzt, hat ein Spieler, der zuvor gecheckt hat, die drei beschriebenen Möglichkeiten, sobald er wieder an der Reihe ist. Wenn jemand checkt und dann erhöht, wenn er wieder handeln muss, spricht man von einem "Check-Raise". Wenn Sie mit der Absicht checken, anschließend zu erhöhen, laufen Sie natürlich Gefahr, dass niemand setzt.

Der Turn

Sobald das Setzen für die zweite Runde abgeschlossen ist, also sobald jeder die Gelegenheit hatte, zu checken oder den gesamten Einsatz für diese Runde zu bezahlen, teilt der Dealer eine weitere offene Karte in der Mitte des Tisches aus. Diese vierte Gemeinschaftskarte nennt man auch den "Turn".

Es findet eine dritte Setzrunde statt. Das Setzen beginnt wieder beim ersten aktiven Spieler links vom Button. Das Setzen wird auf die gleiche Weise wie in der zweiten Runde fortgesetzt. In einem Limit-Spiel beträgt die Einsatzhöhe in der dritten und vierten Runde für gewöhnlich das Doppelte der ersten zwei Runden.

Der River

Sobald das Setzen in der dritten Runde abgeschlossen ist, teilt der Dealer eine fünfte und letzte offene Karte in der Mitte des Tisches aus. Diese letzte Gemeinschaftskarte nennt man den River.

Dann folgt die vierte und letzte Setzrunde. Das Setzen beginnt wieder beim ersten aktiven Spieler links vom Button. Das Setzen wird auf die gleiche Weise wie in den zwei vorherigen Runden fortgesetzt.

Showdown

Wenn die Spieler in der vierten Runde alle Einsätze getätigt haben, ist das Setzen vorbei und es kommt zum "Showdown". Die verbleibenden Spieler zeigen ihre Karten. Die beste High Hand aus den besten fünf Karten, die sich mit zwei der vier Hole Cards eines Spielers in Kombination mit drei Gemeinschaftskarten bilden lässt, gewinnt den halben Pot. Der Spieler, der aus zwei seiner vier Hole Cards die beste Low Hand bilden kann, gewinnt eine Hälfte des Pots - vorausgesetzt, es qualifiziert sich eine Hand aus fünf Karten mit den Wertigkeiten 8 oder darunter. Die Software bestimmt die Gewinnerhände und vergibt den Pot zu gleichen Teilen an die beiden Spieler, die diese Hände halten. Manchmal kann der Pot nicht gleichmäßig an alle Spieler verteilt werden. Sollten Chips im Pot übrig sein, dann gehen diese "Extra"-Chips an den Gewinner mit der High Hand. Wenn mehrere Spieler gleichwertige High (oder Low) Hands halten, wird die entsprechende Hälfte des Pots zwischen diesen Spielern aufgeteilt. Sollten "Extra"-Chips übrig sein, die nicht gleichmäßig verteilt werden können, dann werden diese nacheinander an die verbleibenden Spieler vergeben, angefangen beim Spieler, der am nächsten links vom Button sitzt. Qualifiziert sich keine Hand als Low Hand, vergibt die Software den gesamten Pot an den Spieler mit der höchsten Hand. Wenn dieser Spieler eine Kombination aus Karten hält, mit denen sich sowohl die beste High Hand als auch die beste Low Hand bilden lassen, dann vergibt die Software den gesamten Pot an ihn.

Es kann passieren, dass ein Spieler keine Chips mehr hat, bevor die Setzrunden vorbei sind. In diesem Fall werden ein oder mehrere Side Pots eingerichtet und die Software vergibt entsprechende Main Pots und Side Pots. Ist ein Spieler All-in gegangen, findet auch dann ein Showdown statt, wenn gesetzt oder erhöht wurde, und kein anderer Gegner am Tisch gecallt hat.

Spieler sehen meist davon ab, verlorene Hände zu zeigen. Sie haben jedoch das Recht, die Karten aller beim Showdown noch aktiven Spieler zu sehen - selbst wenn sie nicht aufgedeckt wurden. Klicken Sie auf LETZTE HAND, um ein neues Fenster zu öffnen, in dem die Ergebnisse der letzten Hand und die Karten aller beteiligten Spieler gezeigt werden.

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